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Montag, 26. Juni 2017

der große Niedersachse und der große Grieche

Ein Kartenspielabend stand mal wieder an und immer wieder die Frage, was backe ich. Beim Blättern in einigen Büchern entschied ich mich für eine Variante aus dem Buch Deutschlands bester Bäcker, der große Grieche, den seinerzeit die Bäckerei Tackmann aus Boostedt vorstellte. Eine zweite Variante die ich einfach mal ausprobieren wollte mit Spargel, Schinken und Käse nenne ich mal den großen Niedersachsen...auch sehr lecker.

Meine Variante "der große Niedersachse"




der große Grieche nachgebacken




Zutaten 



  • 8 g Hefe
  • 340 ml Wasser
  • 610 g Weizenmehl Type 550
  • 10 g Zucker
  • 10 g Salz
  • 60 ml Sonnenblumenöl
  • Weizengrieß zum Bestreuen

für den großen Niedersachsen

  • 5 Stangen Spargel (nicht zu dick)
  • 40-60 g Schinkelwürfel
  • 50g alten Gouda 

für den großen Griechen

  • 30 g Paprika (rot)
  • 5 g Kräuter der Provence
  • 5 g getrockneten Bärlauch
  • 100 g Schafskäse

Zubereitung


Den Spargel schälen und in kleine Stücke schneiden und mit den Schinkelwürfeln in eine kleine Schüssel geben. Den Käse ebenfalls in kleine Würfel schneiden und beiseite stellen.

Paprika und Schafskäse in kleine Würfel schneiden.

Hefe mit dem lauwarmen Wasser vermischen, Mehl, Salz, Zucker und Öl mit dem Knethaken
3 Minuten auf Stufe 1 verkneten, dann noch einmal 3-4 Minuten auf Stufe 2 zu einem glatten Teig verkneten. Die Teigmasse teilen und Paprika, Kräuter und Bärlauch sowie Schinkelwürfel und Spargelabschnitte vorsichtig unterkneten.
Die fertigen Teige ca.2 Stunden abgedeckt gehen lassen.
Backofen rechtzeitg auf 20°C vorheizen.

Nach der Ruhezeit die Teiglinge auf eine leicht bemehlte Arbeitsplatte geben und in 5 Teile teilen.
Teiglinge länglich formen und leicht flach drücken. Auf die Teiglinge für den großen Niedersachsen
die Käsewürfel verteilen, für den großen Griechen den Schafskäse. Teiglinge zusammenklappen.
Die fertigen Teiglinge evtl. etwas mit Wasser bepinseln und mit Weizengrieß bestreuen.
Auf Backpapier legen und ca.15-20 Minuten auf mittlerer Schiene fertig backen.

Die Füllung kann man natürlich auch mit anderen Zutaten wie z.B. Oliven, getrockneten Tomaten
oder frischen Kräutern gestalten.


Donnerstag, 7. Juli 2016

Kräuterwanderung im Deister

Einen Bericht zu meiner Kräuterwanderung bin euch noch schuldig. Es war sehr interessant,
hätte nicht gedacht dass es so viele Kräuter im Wald zu finden gibt die essbar sind. Das eine
oder andere hatte ich schon gehört und auch schon einmal gesehen, aber ich glaube ich hätte
nichts davon einfach so gepflückt und mir einen Salat zubereitet. Selbst bei Bärlauch war ich
mir bis vor einigen Wochen noch nicht wirklich sicher.
Wir waren ungefähr mit 40 Personen unterwegs, es bildeten sich 2 Gruppen. Wir kamen noch nicht
mal 10 Schritte weit, da wurde uns ein kleines Pflänzchen Namens Sauerampfer gezeigt, zwar
noch ziemlich klein, aber erkennbar. Weiter ging es und wir fanden Gundermann, Goldnessel und
etwas ganz leckeres "Knoblauchrauke", eine sehr dezent nach Knoblauch riechendes Kraut.
Als wir dann an einem Baum vorbei gingen und unsere Führung von einem jungen Baum bzw. Ast
Blätter abpflückte und sie aß schaute ich etwas verdutzt. Es handelte sich um junge Blätter einer
Rotbuche, sie gab uns jedem einige Blätter in die Hand und wir probierten. Es ist wirklich
unglaublich, die Blätter haben einen leicht nussigen Geschmack. Weiter ging es, noch so ein komisches Kraut, ihr werdet es alle kennen, dass man es aber auch essen kann hätte ich niemals
gedacht, Klettlabkraut, am besten sind natürlich auch hier die jungen Pflanzen. Ich stellte mir
vor wenn ich es in den Mund stecke, dass es an der Zunge und am Gaumen hängen bleibt, ist aber
nicht so, da es im Salat erstmal klein gezupft wird und durch das Dressing nicht mehr so klettig ist.
Als nächstes fanden wir Leimkraut und Löwenzahn. Ein sehr leckeres Kraut ist das Scharbockskraut,
es wächst sehr flächendeckend, überall zu finden, oft sogar im eigenen Garten. Taubnessel und
Vogelmiere, Bärlauch, Leimkraut, Waldmeister, Giersch und zum Schluß noch jede Menge Spitzwegerich. Ein Kraut konnte ich bis jetzt nicht mehr zuordnen, aber es ist ziemlich schmackhaft, vielleicht weiß einer von euch wie es heißt.
Nach der Kräuterwanderung gab es einen leckeren Salat, Bärlauchpfannkuchen, die phantastisch
schmeckten, Bärlauchpesto und Spagetti sowie Brot und Bärlauch bzw. Kräuterbutter.
Es war ein wahres Festmahl.
Hier nun einige Bilder................


Klettlabkraut
Knoblauchrauke
Knoblauchrauke

Giersch

Himbeere


Taubnessel

Goldnessel

junge Rotbuche

Spitzwegerich



Scharbockskraut

Vogelmiere
Waldmeister

                                   meine Ausbeute bei der Sammlung, eine schöne Portion

Gundermann

Goldnessel mit Knospen

junge Rotbuchenblätter

Klettlabkraut

Knoblauchrauke

Leimkraut

Löwenzahn





Sauerampfer

Scharbockskraut

Spitzwegerich

lila Taubnessel

Vogelmiere

gemischter Kräutersalat

Diese Kräuterwanderung werde ich auf jeden Fall im nächsten Jahr wiederholen, schon damit man etwas sicherer wird, denn wenn die Kräuter größer werden verändern sie sich auch.

Hier noch ein Kraut, von dem ich den Namen nicht mehr weiß, was aber sehr schmackhaft ist.
Vielleicht kennt es jemand ?? Ich habe endlich den Namen, es handelt sich um das
"Vielstielige Schaumkraut" Es ist verwand mit dem Wiesenschaumkraut und
schmeckt auch so ähnlich, doch es ist kleiner wächst selten auf Wiesen, sondern an Wegen und in Gärten.