Montag, 9. Juni 2014

Brombeerlikör

Heute stelle ich mal etwas ganz anderes vor, einen sehr leckeren Likör, wobei ich
finde es ist eher ein Snaps. Likör ist für mich immer etwas sehr süßes und von der
Konsistenz her etwas dickflüssiger, wobei ich diesen Brombeerlikör/snaps sehr
lecker finde.

Seit Jahren freue mich immer wieder auf die Brombeersaison, dann wird geplückt
was das Zeug hält. Auf dem Weg zur Arbeit, während der Mittagspause und nach
Feierabend.
Meistens habe ich dann eine schöne große Schale voll, wenn ich nicht schon nach
der Mittagspause einen Teil aufgefuttert habe. Muss einfach sein, es gibt
schließlich genug.
Mittlerweile habe ich meine Freundin, eine ganz liebe Dänin auch schon infiziert.
Im Jahr 2013 waren es ca.11-12 kg, also eine ganze Masse Brombeeren.
Von ca.10 kg habe ich Likör gemacht, den Rest habe ich gegessen oder verbacken.






 Zutaten

  • 700 g Brombeeren
  • 200 g Zucker   ( brauner Zucker geht auch )
  • 1 Vanilleschote   (einfach nur aufschneiden)
  • 750 ml Sherry medium
  • 200 ml Cognac
Die Brombeeren waschen, abtropfen lassen und mit dem Zucker in ein hohes
Gefäß schichten und leicht stampfen. Am besten ein großes Glas mit
Bügelverschluss (z.B. von Ikea).
Gut sind natürlich auch Glasgefäße für 5 Liter, dann kann man gleich die doppelte
Menge ansetzen. 
Alles so lange stehen lassen (ca. 2 Std.) bis sich der gesamte Zucker aufgelöst hat.
Auf keinen Fall über Nacht stehen lassen, da die Masse dann zu gären anfängt
und nicht mehr verwendbar ist.
Nun die Masse mit dem Sherry auffüllen, verschließen und für 1 Woche an einen
kühlen und dunklen Ort stellen, aber nicht in den Kühlschrank. Täglich 1 x gut
durchschütteln.
Nach einer Woche den Cognac zugeben und weiterhin kühl und dunkel stellen.
Mindestens  6-8 Wochen reifen lassen, schütteln ist nun nicht mehr notwendig,
nur noch abwarten. Bei mir steht diese Mischung manchmal auch 3-4 Monate,
ich finde um so länger um so besser. Der Sherrygeschmack ist dann nicht mehr
so intensiv, dafür kommt der Brombeergeschmack mehr raus.
Wenn die Wartezeit vorbei ist kann es losgehen, ein Sieb mit einem Mulltuch oder
einem nicht mehr benötigten, aber heilen Geschirrtuch auslegen und den Likör mit
dem Obst hineingeben, die Masse noch ausdrücken und in saubere Flaschen
abfüllen.

Prost !

Wenn man die Masse nicht ausdrückt, kann man daraus auch Marmelade machen,
das Rezept findet ihr hier !
Die ausgedrückte Masse habe ich erstmalig nun auch noch verwendet, ich habe
Muffins gebacken und die ausgedrückten, vorgekrümelten Brombeeren dann in den
Teig gegeben.
Rezept für die Muffins







Mittwoch, 4. Juni 2014

Baguette Teil 1 von Ketex


Da ich nicht so viel Vorlaufzeit hatte, konnte ich kein Baguette mit langer kalter
Führung ansetzen. Somit habe ich mich mal bei Gerd durch den Blog gelesen.
Ich wollte schon ein etwas würziges Baguette, also mußte es mit Sauerteig sein.
Ich fand den Teig ein wenig zu fest, was sich allerdings nach dem Falten und
Ruhen total geändert hat. Ich hatte einen schönen weichen formbaren Teig.
Die Krume ist sehr fest geworden, aber die Kruste total knackig.
Beim Schneiden sprangen die Krümel nur so durch die Küche. Geschmacklich
kam diese Variante bei unseren Freunden gut an, ich hatte noch einen kleinen
Rest vom Ciabatta, welches ebenfalls im Brotkorb lag, aber das wollte niemand.
Dazu gab es Kräuterbutter und eine Paprika-Tomatenbutter.
Ich habe das Rezept von Gerd geteilt, da mir 6 Baguettes zuviel waren.




 

Zutaten für 6 Baguette 

Zutaten für 3 Baguette in (  )

Sauerteig
  • 100 g Weizenmehl 550  (50g)
  • 100 g Wasser                 (50g)
  •   10 g Anstellgut               (5g)
das Ganze 16 Std bei Raumtemperatur (besser wären 26°) reifen lassen.
(ich habe ihn nur 12 Std. reifen lassen)
Hauptteig
  • 850 g Weizenmehl 550    (425g)
  •   10 g Anstellgut                (5g)
  •   50 g Roggenmehl 1150   (25g)
  • 200 g Sauerteig                (100g)
  •     8 g Hefe                          (4g)
  •   20 g Salz                          (10g)
  •   15 g Backmalz                  (8g)
  • 550 g Wasser                    (225g)
  •   20 g Bohnenmehl  (habe ich zusätzlich zugegeben) (10g)

alle gut mischen und solange kneten bis ein homogener Teig entstanden
ist und er sich vom Schüsselrand löst.
30 Minuten Teigruhe
Danach 1 x falten (stretch and fold-Methode) und wieder 30 Minuten
ruhen lassen und noch einmal falten.
Dann den Teig teilen und in ca. 285 g schwere Stücke (6 Stück)teilen und
rund wirken (10 Minuen Teigruhe),  danach den Teig flachdrücken
20 x 15 cm und zusammenrollen, den Schluß nochmals verschließen und
lang wirken (ca 30-40 cm) je nach Backofen.
Dann die Teiglinge in ein bemehltes Leinen- oder Küchentuch legen
und zwischen den Teiglingen das Tuch hochziehen, ca. 45 Minuten
mindestens gehenlassen, volle Gare.
Bevor die Teiglingen in den Ofen gegeben werden mit einer Rasierklinge
oder einem sehr scharfen Messer schräg einschneiden.
Dann bei 230 Grad 10 Minuten mit Dampf backen, nach den ersten 10 Min.
den Dampf ablassen und weitere 10 – 13 Minuten bei 200 Grad fertigbacken
(sprühen nicht vergessen).

Sonntag, 1. Juni 2014

No Knead Bread mit Walnüssen

Dieses No Knead Brot habe ich auf Wunsch eines Kollegen mit Walnüssen
gebacken. Sehr lecker, durch die Walnüsse hat es wie ich finde einen etwas
herben Geschmack, vielleicht werde ich beim nächsten Versuch etwas Honig
dazugeben.




Zutaten

  • 250 g Weizenmehl Typ 550
  • 200 g Weizenmehl Typ 1150
  • 50 g Dinkelmehl 630
  • 1/4 TL Trockenhefe (eher weniger)
  • 45 g Weizensauerteig (selbst gezogen)
  • 400 ml Wasser
  • 1 1/2 TL Salz
  • 2 Hand voll etwas zerkleinerte Walnüsse
Alle Zutaten bis auf das Salz in eine Schüssel geben und mit einem Holzlöffel
gut vermischen, dann das Salz zugeben und alles zu einer glatten Masse verrühren.
Den Teig, der sehr flüssig ist mit Klarsichtfolie (oder einer Abdeckhaube) abdecken und 10-12 Stunden
bei Raumtemperatur ruhen lassen. Nach dieser Zeit sollte sich der Teig
deutlich vergrößert haben und Blasen zeigen. Beim nächsten Mal werde ich die
Walnüsse erst nach dem Gehen dazugeben, da sie wie ich finde sonst zu weich
werden.

Den Teig auf eine gut bemehlte Fläche geben und einige Male von aussen
nach innen falten bis er etwas stabiler ist. Mit Schluss nach unten in einen gut
bemehlten Gärkorb geben und ca. 1-2 Stunden abgedeckt ruhen lassen.
(wer keinen Gärkorb hat, nimmt eine Schale, legt diese mit einem Geschirrtuch
aus und bemehlt dieses gut).

Wenn der Teig fast das Tuch berührt, sollte der Ofen auf 240° aufgeheizt sein,
eine Schale mit Wasser nicht vergessen. Gleichzeitig den gusseisernen Topf
mit Deckel in den Ofen stellen.
Vorsichtig den Topf aus dem Ofen nehmen, Deckel abnehmen, das Brot über
Kopf in den Topf geben, Deckel drauf und auf mittlerer Schiene ca. 30 Minuten
mit Deckel backen, dann ca. weitere 20 Minuten fertig backen.
Das Brot auf einem Rost gut auskühlen lassen.